Der FC Muotathal verliert die spielerisch recht ausgeglichene Partie gegen den Leader Sins. Die Aargauer hatten insgesamt doch mehr Chancen und schossen einfach die entscheidenden Tore.

Von Philipp Imhof

Vor Beginn des letzten Meisterschaftsspiels der Saison 2016/17 verabschiedete der FC Muotathal vier langjährige Spieler der ersten Mannschaft. Präsident Gerold Suter und Spiko-Präsident Markus Föhn überreichten den Spielern Kilian Heinzer, René Schelbert, Erwin Gwerder und Roger Suter als Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz für den FC Muotathal ein kleines Präsent.

 

Muotathal zuerst besser

In der Startphase traten die Gastgeber offensiv und lauffreudiger als die angereisten Aargauer auf. Bereits nach fünf Minuten hätte der FC Muotathal mit zwei Toren in Führung liegen können. Einmal war es Silvan Schelbert, der von René Schelbert traumhaft lanciert wurde aber am Torwart scheiterte, und das zweite Mal war es Sergio Gwerder, dessen Schuss knapp über den Querbalken flog.

Die Gäste brauchten noch etwas Anlaufzeit, kamen aber nach zehn Minuten immer besser ins Spiel und sorgten für viel Druck auf die Muotathaler Defensive. Aus einem Sololauf vom Mittelkreis konnte der FC Sins schon nach 12 Minuten die Führung erzielen.

Anschliessend folgte eine ausgeglichene Partie mit gutem Aufbauspiel auf beiden Seiten. Sins zeigte insgesamt aber mehr Torchancen.

Nach 19 Minuten konnte der FC Muotathal ausgleichen. Silvan Schelbert profitierte von einem traumhaften Heber von Kilian Heinzer über die Defensive.

Mit zunehmendem Spielverlauf zogen die Gäste die Chancenmehrheit mehr auf ihre Seite. Muotathal konnte trotz gutem Spielaufbau den Sturm nicht wirkungsvoll platzieren. Die Gäste sorgten mit schnellen Kombinationen, aber auch mit präzisen Flankenbällen für Gefahr vor dem Muotathaler Tor.

 

Starker Auftritt des Ersatztorhüters

Der junge Torhüter Juri Schelbert wurde mehrfach auf Herz und Nieren geprüft. So obsiegte er bei einem 1 gegen 1 nach einem zu kurzen Rückpass, wehrte verdrehte Schüsse souverän ab und zeigte eine gute Reaktion bei Kopfbällen aus nächster Nähe. Bis zur Pause waren keine Torchancen der Muotathaler mehr zu sehen.

 

Die Aargauer mit mehr Offensivkraft

In der zweiten Halbzeit startete der FC Muotathal wiederum mit einer Offensivphase. Der Führungstreffer wäre in der Luft gelegen, als Sven Gwerder eine tolle Flanke auf Sergio Gwerder brachte. Dessen Kopfball wurde jedoch abgewehrt.

Wie schon in der ersten Halbzeit konnten die Aargauer aus praktisch heiterem Himmel einen Treffer verbuchen. Wiederum war es Michael Hohl, der diesmal mit einem wuchtigen Distanzschuss zum Erfolg kam.

Die Partie verlief nun mehrheitlich im Mittelfeld, wobei eher die Gäste zu Strafraumszenen kamen. Auf beiden Seiten gab es noch einzelne Abschlüsse, welche jedoch entweder von den Goalies abgewehrt wurden oder das Ziel verfehlten.

 

Telegramm

FC Muotathal - FC Sins  1:2 (1:1)

- Widmen

- 400 Zuschauer

- SR Zanini

- Tore: 12. Hohl 0:1. 19. Silvan Schelbert 1:1. 54. Hohl 1:2.

- FC Muotathal: Juri Schelbert; Armin Bürgler, Fabio Heinzer, Stefan Schelbert, Schuler; Silvan Schelbert, Marcel Betschart, Suter, René Schelbert; Sergio Gwerder, Kilian Heinzer (Sven Gwerder, Panxhaj, Andy Schelbert, Erwin Gwerder).

- FC Sins: Leuthard, Stutz, Arnold, Ueberschlag, Niederberger, Brügger, Hohl, Marc Von Flüe, Würsch, Sandro Von Flüe, Müller (Alex Niederberger, Sven Niederberger, Gumann).

 

- Bemerkungen: Verletzungsbedingter Ausfall von Roger Suter (35.)